Der Hof
Seit 1702 ist der Fischbeck-Hof im Besitz unserer Familie, mit Felix und Jana ist jetzt die zehnte Generation am Ruder.
Jede Generation hat dem Hof seinen Stempel aufgedrückt. Felix und Jana sehen ihren Schwerpunkt in der ökologischen Rinderhaltung und -vermarktung.
2003 wurde der Hof auf ökologischen Landbau umgestellt, 2004/05 wurden der alte Milchkuh- und Schweinestall zum Heuhotel Fischbeck und 2021/22 das Heuhotek zu einer Altenteiler-Wohnung umgebaut.
Im Juli 2025 hat Felix den Hof, dem er schon seit Januar 2023 als Betriebsleiter vorsteht, ganz übernommen. Sie sehen ihren Betriebsschwerpunkt in der Mutterkuhhaltung, Direktvermarktung und Waldbewirtschaftung. Wir wünschen ihnen viel Erfolg dabei und viel Freude mit dem Fischbeck-Hof. Natürlich werden wir sie tatkräftig unterstützen.
Margit wird aber auch weiterhin zusammen mit Ihnen Delikatessen am Wegesrand finden und den Lernort Bauernhof für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren offenhalten. Für Erwin beginnt 2026 ein neuer Lebensabschnitt, als Rentner wird er nach über 30 Jahren Doppelbelastung Arbeit und Bauernhof und 2 Jahren Umgewohnungszeit ganz für Hof, Familie, Ehrenämter und seine Hobby's da sein.
Auf unseren Wiesen und Feldern bauen wir das Futter für unsere Tiere an, den Getreide, Kartoffel- und Gemüseanbau haben wir schon länger aufgegeben. Maschinen und Geräte waren kaputt oder veraltet, Neuanschafungen nicht wirtschaftlich.
Auf 11 ha Wald wächst das Bauholz für kommende Baustellen und Brennholz für unsere Hackschnitzelheizung, den Holzbackofen, unseren Küchenherd und natürlich auch für ein Lagerfeuer! Bei der Pflege der Hecken, die die meisten unserer Flächen einrahmen, fällt zudem auch noch Holz für die Heizung an.
Die Hackschnitzelheizung haben wir 2022 als kleines Nahwärmenetz in Betrieb genommen. Sie ist in einem Nebengebäude untergebracht, angeschlossen sind neben unserer Hofstelle auch noch ein Nachbarhaus, das Feuerwehrgerätehaus mit Funktions- und Schulungsraum und der gemeindliche Bauhof.







Die Tiere
Angus vom Fischbeck-Hof
Historie
Die Mutterkuh-Haltung haben wir 2004 mit einigen geeigneten Fleckvieh-Tieren aus unserer Milchvieh-Herde begonnen. Im Herbst konnten wir noch vier Angus-Färsen zukaufen, ein Jahr später folgte noch eine Gelbvieh-Kuh.
Zucht und Haltung
Als Vatertiere haben wir immer wieder Angus-Stiere zugekauft, weil wir nach und nach die guten Eigenschaften der Rasse in unsere Herde einbringen wollten. Angus-Rinder sind für die Mutterkuhhaltung sehr gut geeignet, wegen der leichten Geburten und ihrer Gutmütigkeit auch besonders für unsere extensive Haltungsform und dazu haben sie noch eine ganz hervorragende Fleischqualität!
Fütterung
Wir haben über 20 Jahre nach den Richtlinien des Bioland-Verbandes gewirtschaftet, zwischenzeitlich haben sich unsere Wege getrennt! Natürlich verwenden wir nur hofeigenes Futter, das absolut Gentechnik frei und ohne Rückstände von chemischen Ackergiften und künstlichen Düngemitteln ist.
Unsere Tiere stehen von April bis Oktober, bei guter Witterung auch länger, auf der Weide, die Kälber kommen auch auf der Weide zur Welt. Selbst in den Wintermonaten können sie den Laufhof nutzen und sich immer im Freien bewegen. Der Liegebereich im offenen Stall ist mit Stroh eingestreut. Im Winter füttern wir nur Heu und Gras-Silage zur freien Aufnahme. Die Kälber bleiben rund 8 Monate bei ihren Müttern und werden dann von ihnen getrennt, damit die Kühe vor der nächsten Geburt noch eine ausreichende Zeit zum Regenerieren haben.
Herde
Die Herde besteht aus 12 bis 14 Kühen, den Masttieren, den Kälbern und einem Zuchtstier. Den Stier wechseln wir alle 2 bis 3 Jahre aus, weibliche Tiere werden nur selten und nur zur „Blutauffrischung“ zugekauft.
In den Monaten Mai bis Juli kalben die Kühe meist ohne Hilfe auf der Weide, ca. 20 Minuten nach der Geburt trinken die 30-35 kg schweren Kälber zum ersten Mal. Am ersten Lebenstag bekommen sie dann auch ihre Ohrmarke und sind somit nicht mehr zu verwechseln. Für uns nicht ganz ungefährlich, weil die Kühe die Kälber zum Teil massiv verteidigen. Warum am ersten Lebenstag diese Prozedur? Ganz einfach, zu einem späteren Zeitpunkt würden wir die vitalen Kälber nicht mehr einfangen können.
Streichelzoo vom Fischbeck-Hof
Seit 2005 halten wir auch Zwergziegen auf unserem Hof, die kleinen, quirligen Tiere sind bei uns, wie die Schweine, Hühner und Kaninchen auch „Zwei-Nutzungs-Tiere“: Sie sind sehr possierlich, lassen sich gerne beobachten, streicheln und füttern und erfreuen uns am Ende ihres glücklichen Lebens mit allerbesten Bratenstücken.
Unsere Esel Frieda und Seppel und die Katzen Horst und Whisky sind auch auf dem Fischbeck-Hof ausschließlich zur Freude unserer Familie und Besucher da. 2024 sind wir auf den Hund gekommen, Frodo, ein Großer Münsterländer, der zum Jagdhund ausgebildet wird ist am Hof eingezogen.
Kontrolle
Kontrolliert werden wir auch:
- von der Ökokontrollstelle ABCERT AG – DE-ÖKO-006,
- von der Lebensmittelüberwachung des LRA Nürnberger Land, bzw. Amberg-Sulzbach (Schlachtstätte)
- vom Veterinäramt,
- vom STMELF,
- von der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft,
- von unseren Gästen und Kunden,
und wir sind froh darüber, weil wir so immer Tipps bekommen, wie wir uns verbessern können!
Tierarzt
Einen Hoftierarzt haben wir auch, aber er ist ein seltener Gast, er kommt eigentlich nur bei Geburtsproblemen zu uns (das kommt leider hin und wieder vor). Die Schlachtung wird natürlich auch von einem Tierarzt begleitet.
